Unsere Energieversorgung nach Fukushima
Wer heute die Kernkraftwerke und in zweiter Linie die Braunkohlekraftwerke anprangert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er damit unsere derzeitige Grundlastversorgung meint. Es gibt kaum einen Bundesbürger der diese beiden Technologien begrüßt, zum Einen aus sicherheitstechnischen und zum anderen aus Gründen des Umweltschutztes.
Wir müssen uns aber auch im Klaren darüber werden, dass wir derzeit auf diese Grundlastkraftwerke nicht verzichten können. Ja, ja die Windkraft. Sie bereitet uns nicht nur optisch Probleme durch die Verspargelung der Landschaft, sondern auch dramatische technische Probleme. Neben hunderten von Getriebeschäden gibt es aktuell allein mehr als 500 Fundamentschäden! Der Bau der Windräder im Offshore-Bereich zerstört unsere Tierwelt in dramatischer Weise. Mit unglaublichen Geräuschniveau von 160 bis 190 dB(A) beim Einrammen der Fundamente nehmen wir Schweinswalen, Seetauchern, Robben, etc. ihren Lebensraum. Und wer will schon bei Wind oder Sturm die häufigen Reparaturen dort vornehmen?
Dabei hält auch die forcierte Entwicklung teilweise unausgegorener Technik nicht einmal Stand mit der Ausbildung von Servicepersonal. Ganze Windparks wurden bis zur Schadenerkennung schon stillgelegt.
Und die sicherste Form der Windradtechnologie wurde Anfang der 90er Jahre politisch gekillt: die Windräder mit vertikalen Achsen(VAWT). Sie waren damals einen Quantensprung weiter als die aktuelle eingesetzten Windräder mit horizontalen Achsen(HAWT).An dieser deutschen VAWT-Technologie arbeiten heute Länder wie USA, China und Großbritannien sehr intensiv in weit höheren Leistungsgrenzen als unsere heutigen HAWTs von weit mehr als
10 MW bis sagenhaften 1.000 MW!
Der derzeitige Wunsch vieler Bundesbürger nach einem auch kurzfristigen Umstellen auf alternative Energien offenbart unsere Hilflosigkeit und würde ohne Zweifel ein wirtschaftliches Desaster auslösen. Um unsere derzeitigen Stromnetze nach dem nun teilweisen Ausstieg aus der Kernkraft stabil zu halten, müssten teilweise Windparks sogar abgeschaltet werden. Die vorrangigste und somit dringlichste Aufgabe wäre somit der Netzausbau.
Das Debakel nimmt seinen Lauf und zeigt sich u.a. auch an der hohen Anzahl in der Öffentlichkeit unbekannter Anzahl von statistisch erfassten Bränden von Photovoltaikanlagen auf Haus- und Fabrikdächern: nämlich allein 2009 mehr als 1.200! Oder in Baden-Württemberg, wo ein ganzer Ort durch Geothermiebohrungen angehoben wurde. Wir müssen heute feststellen, dass unsere Energiepolitik dilletantisch und reines Stückwerk ist.
Die Katastrophe von Fukushima sollte uns zum sofortigen aber überlegtem Handeln nicht aber zu voreiligen Schlüssen zwingen.



