Höhere Bußgelder gegen Müllsünder
So langsam wurde es ja auch Zeit mit einer neuen Bußgeldordnung. Ekelhafte Wildpinkler, die ebenso das Straßenbild verschandeln wie die drohende Vermüllung in der Innenstadt. Außerdem tragen zunehmend Wildplakatierer und Graffitisprayer auch dazu bei, dass sich das Bild von Köln stetig verschlimmert. Und was tut die Verwaltung? Die jammert über Geldnot, zu wenig Personal, und geltende Tarifverträge.
Wer Köln sauber bekommen will, muß anders agieren. Verstärkte aber auch sporadisch auftretende Großkontrollen wären ein gutes Mittel. Nicht jedoch sich auf die Lauer legen, von jungen Frauen auf dem Ring das berechtigte Bußgeld für achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen kassieren, während dort angestammtes Publikum lachend reihenweise Kippen und Kaugummis auf den Bürgersteig schnippen. Da herrscht wohl blanke Angst beim Ordnungsdienst vor. Interessant auch, dass Lärm wohl nicht in die erste Reihe der Drecksünder fällt. Wenn dann die Verwaltung sogar zugibt, dass nur 25% der Fahrer parkender Fahrzeuge einen Parkschein ziehen, gibt es noch viel zu tun. Und während der Schneephase haben hunderte eher tausende von Fahrzeugen kostenlos auf parkscheinzubedienenden Parkplätzen geparkt. Nehmen wir uns doch in der Türkei da Istanbul als Beispiel. Wer in Istanbul z.B. bei Graffitischmierereien erwischt wird, hat erst einmal für ein paar Tage Sonderurlaub, wer dort seine Parkzeit erheblich überschreitet, kann seinen Urlaub um ein paar Tage dort verkürzen ebenso wie durch das achtlose Wegwerfen von Verpackungsmüll der dort ebenfalls etablierten Fast Food Ketten. Das muß man einmal erlebt haben! Wie wär’s da mit einer Dienstreise nach Istanbul? Dort werden jedenfalls im Winter Enten und Schwäne fütternde Bürger nicht kriminalisiert.



