Taktlos?
Warum würdigt der OB nicht den Landschaftsverband für sein bedeutsames Engagement an der Archivrettung sowie die LVR-Beteiligung an der Kölner Stiftung „Stadtgedächtnis“?
Die politischen Gremien des Landschaftsverbandes Rheinland haben über die Beteiligung des LVR an der Kölner Stiftung „Stadtgedächtnis“ mehrfach beraten und dabei kritisch angemerkt, dass die bisherigen Leistungen des Landschaftsverband Rheinland nicht angemessen seitens der Stadt Köln gewürdigt wurden. Gelegenheit dazu hätte es mehrfach gegeben, wie z.B. bei der Berichterstattung zum Jahrestag des Archiveinsturzes.
So hat der LVR nicht nur von der ersten Minute nach dem schrecklichen Ereignis zur Verfügung gestanden, sondern er hatte sich auch sofort bereit erklärt, umfängliche Sach- und Personalmittel bereit zu stellen, um das Archivgut zu retten. Die Maßnahmen, die der LVR unmittelbar nach Eintritt der Katastrophe ergriffen hat, erreichen aktuell eine Größenordnung von mehreren hunderttausend Euro.
Der Wille sich weiterhin zu engagieren, ist beim Landschaftsverband natürlich vorhanden. Insbesondere sieht der LVR seine Beteiligung an der Stiftung als Selbstverständlichkeit an, hat das auch stets öffentlich erklärt und entsprechende Haushaltsmittel bereit gestellt.
Die Verwaltung des LVR mit seinen politischen Gremien schlug vor, der selbständigen Kölner Stiftung „Stadtgedächtnis“ als Zustifter beizutreten, damit die aus Sicht des LVR zwingend sinnvollen und ebenfalls erforderlichen Anpassungen der Satzung und des Stiftungsgeschäfts vorgenommen werden und damit das zugesagte Stiftungskapital von 50.000,- € einzubringen.
Aus beiden Sachverhalten ergeben sich die folgenden Fragen:
1. Warum gibt es seitens der Stadt Köln keine öffentliche Würdigung der Leistung des LVR in obiger Sache?
2. Mit welcher Begründung lehnt die Stadt Köln bisher die aus der Sicht des LVR notwendigen Änderungen der Satzung der Stiftung Stadtgedächtnis ab?
Diese und weitere Fragen sind bisher unbeantwortet geblieben. Durch die Öffentlichmachung dieser unverständlichen Reaktion rudert nun der OB zurück. Die Freien Wähler Köln werden die Angelegenheit beobachten und haben inzwischen im Rat eine Anfrage eingebracht.



