Wer sagt die Wahrheit?
Anfang des Jahres 2010 wurde die Bezirksvertretung Innenstadt vom Innenstadtvertreter der Freien Wähler Köln gebeten, die Verkehrssituation im Bereich des Kreisverkehrs Bayardsgasse / Fleischmengergasse eingehend und kurzfristig nochmals zu überprüfen, bevor es hier zu ersten schweren Unfällen kommen könnte. Denn es gibt mehrere Gefahrenaspekte.Schauen Sie sich den Kreisverkehr erst einmal in Bild 1 an Das ist wichtig, um die Situation in Gänze zu verstehen!!!

Es gibt dabei drei Gruppen Verkehrsteilnehmer, die aus der Fleischmengergasse Richtung Bäche kommend links in die Bayardsgasse abbiegen wollen:
1. die Einen fahren vor dem Kreisverkehr links ab , links an der Insel vorbei.
2. die Anderen " " " " " links " , rechts an der Insel vorbei.
3. ... und nur der grün markierte Pfeil zeigt den korrekten Weg.
Dann gibt es da noch den bepflasterten Bereich mitten auf der Strasse, der einem Teil der insbesondere sehr jungen und älteren Fußgängern einen (Noch-)Bürgersteig suggeriert.
Wer einmal ein wenig Zeit mitbringt, sollte sich bei schönem Wetter in das dortige Cafe setzen, um das Gefahrenpotential an dieser Stelle zu erkennen. Die Angelegenheit haben Vertreter der Bezirksvertretung diskutiert und an das Amt für Strassen- und Verkehrstechnik weitergeleitet. Die Antwort lautete, dass der benannte Kreisverkehr den technischen Regelwerken entspricht und nicht als Unfallschwerpunkt bekannt ist. Der letzte gemeldete Unfall habe sich demnach in 2007 ereignet.
Da geht z.B. eine Mutter mit Kinderwagen auf dem Bürgersteig Fleischmengergasse von den Bächen kommend und will die Strasse unmittelbar vor dem Ktreisverkehr nach rechts passieren. Kein Zebrastreifen und die Frau steht mit dem Kinderwagen auf den nachträglich installierten Pflastersteinen, weil sie der Meinung war, es handle sich noch um den Bürgersteig und dann wollte ein Pkw, wie etliche andere auch, abkürzen und stand mit Vollbremsung auf einmal ein paar Zentimeter vor der Frau mit dem Kinderwagen. Mehrfach habe ich speziell im morgentlichen sowie Feierabendverkehr Beinahezusammenstöße zwischen Falschfahrer-PkWs und Radfahrern oder umgekehrt erlebt. Bevor ich diese Zeilen ins Netz setzte, wurde ich Zeuge eines Zusammenstoßes zwischen zwei Radfahrern.

Kreisverkehre sind ein ideales Mittel um den Verkehr zu entkrampfen, aber nicht durch seinen exzentrischen Aufbau im wahrsten Sinne des Wortes zu einer erheblichen Gefährdung beizutragen. Aus meiner Sicht eine der Bezirksvertretung bereits vorgeschlagenene preiswerte Variante ist den gepflasterten Strassenbereich zu asphaltieren und Fußgängerüberwege zu markieren.
Das Erschreckende an der ganzen Sache ist aber, dass sich der letzte Unfall nicht 2007 ereignete, sondern vor ein paar Tagen. Es handelt sich hier nach wie vor um einen festgestellten Unfall-schwerpunkt !!! Das heißt 3 Unfälle pro Jahr oder mit Verletzten - mindestens !!! Bleibt also die Frage offen, warum sich Personen der Verwaltung schon wieder mit dem Kreisel beschäftigen.
Wer sagt also die Wahrheit ?



