Da baut sich eine breite Front auf
Als Ingenieur der technischen Gebäudeausrüstung ist man doch immer wieder überrascht wie Kalkulationen in Köln über Bord gehen. Anstatt in Ruhe jetzt über die Dinge an einem runden Tisch zu diskutieren, zeigt sich der OB entsetzt über die Bürgerinitiative „Mut zur Kultur“.
Große Teile der Kölner Bürger wollen den Erhalt des Riphan-Ensembles, dann sollte jetzt die Politik hinter ihren Bürgern stehen und dafür die Weichen stellen, daß Management, Technik und Recht in einem Totally Projektmanagement miteinander konsequent verknüpft werden können.
Wer kennt das Gutachten, wer die Zahlen?

Aus der Presse erwuchs großer Unmut. Sollen doch nach Recherchen der Presse die Zahlen des von der Verwaltung in Auftrag gegebenen Gutachtens nur an ein Verlagshaus kommuniziert worden sein, aber nicht der allgemeinen Presse zugänglich gemacht worden sein. Erst durch Druck der allgemeinen Presse und der Freien Wähler Kölns wurde das zweibändige Werk zur Sanierung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Obwohl hier wahrscheinlich Birnen mit Äapfeln verglichen werden, kommt dem OB das Thema gerade recht.
Denn das Kulturzentrum am Neumarkt wird nochmals ca. 12 Mio. € teurer, die sich der OB vom Rat per Dringlichkeit absegnen lassen wollte, um eine Debatte zu verhindern. Da baute sich nämlich bereits eine breite Front auf. So würde das Kulturzentrum zum absoluten Nebenkriegsschauplatz und der Chef der Bürgerinitiative "Mut zur Kultur" auf den Topf gesetzt.
Und einen 2. Joker kann nun der OB auch noch aus der Tasche ziehen:
Wer will nun noch die „Bruchbude“ FH (Bild-Zeitung vom 14.8.2010) sanieren wollen? Ein weiteres Jahr der Warterei auf ein weiteres soeben in Auftrag gegebenes Gutachten macht die FH nicht attraktiver zur Sanierung. Aber schon droht dem OB ein weiteres noch weitgehend unbekanntes finanzielles Desaster im Umzugsfalle der FH nach Bayenthal.
Wer kann denn überhaupt in Köln noch rechnen? Wenn die Verwaltung nun erklärt, daß doch bei einigen Einzelaufträgen die Kosten gegeüber der Planung um bis zu 50 % unterschritten wurden, sei die Frage erlaubt, wer plant denn da? Und was ist mit diesem Geld passiert? Sind die nicht in die Projekte geflossen, deren Kosten weit überschritten waren?
Das schreibt der Präsident der Kaygass Schull e.V., das sind die mit 3x0=0



