Köln und seine Strassen
Der letzte Winter hat vielen Kölner Strassen den Rest gegeben. Sie sind teilweise stark beschädigt und die Stadt tut sich finanziell schwer die Flicken zu stopfen. Denn der Stadt Köln stehen 2010 nur insgesamt 7 Mio. € zur Ausbesserung von 2.500 Kilometern innerstädtischer Strassen zur Verfügung. Und der Sanierungsstau beträgt nahezu 160 Mio. €. Damit hat die Stadt für jahrelange Schlamperei die Rechnung erhalten, die alle Verkehrsteilnehmer auszubaden haben. Wann will die Stadt anstelle neues Flickwerk zu schaffen in nachhaltige Erneuerung des Straßennetzes investieren? Für grundlegende Sanierungen stehen unter einem anderen Haushaltstitel 35 Mio. € zur Verfügung.
Warum setzt die Stadt nicht (wenigstens versuchsweise) auf alternative, aber bewährte Lösungsvarianten, die der Stadt bereits von Fachleuten der Stadt Köln angeboten wurden? Die Sanierung der Rheinuferstrasse ließ viele Kölner nicht nur verzweifeln und sie fragten sich, ob die Stadt auf die richtigen Prioritäten bei der Wahl der Mittel setzt.
Aufgrund der desolaten Finanzsituation schlagen Kölner Bürger der Innenstadt vor, einen Großteil der Kölner Strassen vom Asphalt zu befreien und wieder in den jahrzehntelangen exzellenten Zustand des Blaubasalts zurückzuversetzen. Neu gepflastert wurde auch so die Beethovenstrasse. Sie wird gemieden von Auto- und Radfahrern. Das kommt dann auch den Grünen entgegen, weil die Fahrzeugführer dann diese Strassen meiden. Im Bild die Friedrichstrasse - PLZ 50676 - die seit zig Jahren so aussieht, also schon zu einer Zeit als Köln noch Geld hatte.




