Klimaschutz - Jeder, jeden Tag
Ein Slogan macht noch keinen Klimaschutz. Appelle sollte aber nicht nur an die Bürgerschaft gehen, sondern auch an die Großunternehmen, Verwaltung und insbesondere die Gebäudewirt-schaft der Stadt Köln. Sie alle sollten mit guten Beispiel vorbildhaft vorangehen. Denn mit mehr als 2.000!!! Objekten und einer Gesamtnutzfläche von ca. 4 Mio.m² obliegt beispielsweise der Stadt Köln die größte Verantwortung und verfügt damit über das größte Energieeinsparpotential.
Durch neueste Ventilator- und Antriebstechnologien, Regelungs- und Steuerungsstrategien beispielsweise lassen sich mehr als 20 % deren Eigenleistungen in Bürobauten, Kliniken, Einkaufszentren, Hallenbädern, etc. im Bestand einsparen.Komplette Werksanlagen der Großindustrie fahren im Raum Köln ohne Energierückgewinnungs-anlagen, da die Eigenherstellung von Strom und Wärme zu billig für sie ist. Da findet keinerlei Klimaschutz statt. Zudem erhöhen sich zusätzlich durch Verlängerung der Wartungsintervalle von technischen Einrichtungen die Stromkosten ganz erheblich, mal von hygienischen Belangen ganz abgesehen. So werden Betriebskosten weit höher und schneller ansteigen als die notwendigen Wartungskosten.
Frühaufsteher sind schon längst nicht mehr verwundert, wenn sie in sehr frühen Morgenstunden durch Köln fahren und nicht wenige Bürokomplexen durch Putzkolonnen taghell erleuchtet sind. Computersysteme laufen Tag und Nacht durch. Mit dem Verbot der Glühbirne und somit mit dem erzwungenen Einsatz der Energiesparlampe ist es bei weitem nicht getan.
Das globale Problem des Klimawandels wird aber erst dann für den Einzelnen bedeutsam, wenn es an sein eigenes Geld geht oder es in letzter Konsequenz zu restriktiven Maßnahmen kommt, wie den regenerativen Energien. Infolge neu zu installierender Stromnetze und der bereits seit langem bekannten mehr als 500 dramatischen Fundament- und Getriebeschäden infolge unausgegorener Technologie bei Großwindrädern wird es zu dramatischen Erhöhungen der Strompreise kommen. Ein weiteres Problem stellen die jährlich mehr als 1.000 Brände durch Photovoltaikanlagen insbesondere im Privatbereich dar. Hier ist der Privatmann gleich zweimal der Dumme. Ebenso wie viele Unbeteiligte Opfer der Geothermie wurden. Es gibt bewusst unterdrückte energiesparende Heizungssysteme, die der Gesetzgeber bedingt durch Lobbyismus nicht zuläßt. Verlierer sind hier die Mieter, Sieger der Berufsstand der Installateure. Es gibt noch viel zu tun im Bereich des Klimaschutzes. Und dann beginnt in diesem Jahrzehnt noch der zig milliardenschwere Rückbau der Kernkraftwerke. Zuvor aber kommt noch die Installation neuer umfangreicher hunderte Kilometer langer Stromnetze. Eine offene Diskussion über pro und Kontra – derzeit noch undenkbar?



