Wenn’s nicht mehr rund geht......
Kreisverkehre sind dann eine gute Sache, wenn sie übersichtlich oder ausreichend groß sind. Es scheint dem Rat und der Verwaltung hier aber ausschließlich um die Durchsetzung ihres Konzeptes zu gehen. Wer sich beispielsweise die Argumentation der Verwaltung näher anschaut, stellt am Beispiel des geplanten Turbokreisels der Kreuzung mit hohem Gefährdungspotential Roonstrasse/Lindenstrasse fest, dass sich das Unfallrisiko für Fußgänger und Radfahrer weiter erhöhen wird. Hier ist ein Schulkolleg angesiedelt und ein permanenter Radfahrerverkehr zur Uni, die den Verkehrsfluß in den Morgenstunden sehr belasten werden.
Schon jetzt berücksichtigt die Verwaltung das Scheitern des geplanten Kreisverkehrs, indem man bei einem längeren Stau auf der Lindenstrasse vor dem Kreisverkehr alternative entlastende Verkehrsführungen stadtauswärts prüfen wird (Wortlaut Stadt Köln). Soll heißen, dass die Schaafenstrasse nach Beendigung der Baustelle Westgate geöffnet und nach dem genehmigten Bau des Turbokreisels Roonstrasse/Lindenstrasse ggfl. schneller wieder geschlossen wird, als es den - durch die baustellenbedingte derzeitige lange Sperrung - gebeutelten Geschäftsleuten lieb ist. (WDR-Lokalzeit berichtete in KW 26).
Auch die entlastende Strecke bei einer Überfüllung der Hahnenstrasse oder der Ausweichstrecke für Notarztwagen Richtung Kliniken findet kein Gehör. Die dramatischen finanziellen Einbußen der Geschäftsleute finden ein neues Highligt in der neuen Baustelle Im Laach, die nun die Einfahrt in die Schafenstrasse vom Neumarkt aus bis September gänzlich verhindert. Was man vor etlichen Jahren mühsam verhindert hat - das nutzlose Fahren durch die Wohngebiete - macht sich wieder breit. Das nennt man Terror und nicht Verkehrsplanung. Apropos Kreuzung Roonstrasse/Lindenstrasse: Wie wäre es erst einmal mit einer Linksabbiegerampel und einer effizienten Blitzeranlage in Höhe der Synagoge?



