Kölner Bürger - womit hast Du das verdient?
Die politischen Vorbilder schwinden. Ob zu Guttenberg mit seinem Doktortitel-debakel, ex-Kanzler Schröder mit seinem Spinnennetz von Fäden und seinen Auftritten bei Firmenfesten und Finanzierungshilfen von unter Beschuß stehenden Finanzdienstleistern bis hin zur Freundschaft mit Putin und daraus resultierenden, vorteilhaften Verknüpfungen. Die Bevormundung bei der Einführung des E 10 Sprits mit seinem globalen und desaströsen Auswirkungen auf die Umwelt ist nur ein letztes Beispiel dazu. Der Bürger wehrt sich - umsonst. Zunehmend wird es auch den einfachen Bürgerinnen und Bürgern bewußt. Sie stören einfach nur.
Auch in Köln. Der Bürgerhaushalt einst von einer politischen Gruppierung initiiert, sollte zunehmenden Einfluß der Bürger zusichern. Heute ist er zum Vorschlagswesen für Einsparpotentiale verkümmert. Mögliche Verlagerungen von Großeinrichtungen - mit dramatischen Auswirkungen auf beiden Seiten des Rheins - wie die Fachhochschule finden bislang ohne politischen Diskurs statt. Eine banale Strassenbahnquerung beschäftigt ganze Batallione von Fachleuten oder solchen, die sich dafür halten. Dafür verfügen große Einrichtungen der Stadt noch nicht einmal über ein simples Controlling von Vorgaben. Budgetierte Finanzmittel wie z.B. Strassensanierungen werden nicht einmal ausgeschöpft.
Bis zum heutigen Tage ist der LVR für seine Soforthilfe bei der Rettung der Archivare nach dem Einsturz des Stadtarchivs NICHT öffentlich belobigt worden. Auch das ist Kultur - des Umgangs. Kölner Bürger - womit hast Du das verdient?
Und jetzt noch das Geschachere um Pöstchen und die man nicht bekommen hat.
Fehlt jetzt nur noch, dass sich der Rat mit dem Aufspringen von Poldi auf den Wagen der Roten Funken während des Rosenmontagszuges beschäftigt. Aber auch das wäre nur eine von vielen Kölner Possen.



