Zur Stadtkonservatorin
Es ist schon interessant , dass in Köln unter dem Kulturdezernenten gegen einen Projektleiter-mit wenig Lobby-wegen möglicherweise nicht eingehaltener Fristen und für Kölner Begriffe höchst läppischen 18.000 € ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird, während eine Amtsleiterin Entscheidungen treffen darf, die deren sachliche(Personal) und fachliche(umstrittene Entschlüsse) Kompetenz von verschiedenen Seiten in Frage stellen. Ob dabei die Reputation der Denkmalpflege und das Ansehen der Stadt Köln beschädigt wird, sollte möglichst rasch untersucht werden.
Wer als Leiter eines Unternehmens oder eines wichtigen Bereiches nicht in der Lage ist, Probleme zu lösen, Konflikte zu managen, vertrauensvolles und offenes Klima zu schaffen sowie Betriebsrat oder Personalvertretung mit einzubinden, der entspricht nicht mehr dem Anspruch einer heutigen Führungskraft - zumindest in der freien Wirtschaft. Mediationsverfahren haben übrigens nur dann einen Sinn, wenn beide Seiten konsenzfähig sind. Das zeigte sich schon bei dem Fehlversuch am Brüsseler Platz.
Klimaschutz - Jeder, jeden Tag
Ein Slogan macht noch keinen Klimaschutz. Appelle sollte aber nicht nur an die Bürgerschaft gehen, sondern auch an die Großunternehmen, Verwaltung und insbesondere die Gebäudewirt-schaft der Stadt Köln. Sie alle sollten mit guten Beispiel vorbildhaft vorangehen. Denn mit mehr als 2.000!!! Objekten und einer Gesamtnutzfläche von ca. 4 Mio.m² obliegt beispielsweise der Stadt Köln die größte Verantwortung und verfügt damit über das größte Energieeinsparpotential.
Durch neueste Ventilator- und Antriebstechnologien, Regelungs- und Steuerungsstrategien beispielsweise lassen sich mehr als 20 % deren Eigenleistungen in Bürobauten, Kliniken, Einkaufszentren, Hallenbädern, etc. im Bestand einsparen.Leuchttürme sollen leuchten
Es gibt in Köln derzeit kein Großprojekt, was finanziell nicht aus dem Ruder läuft. Nichts mehr hat Normalität, was die Entwicklung der Kosten angeht. Aber es sind ja alles Leuchtturmprojekte, die für den wirtschaftlichen Standort notwendig sind. Aber auch Leuchttürme brauchen eine Stromversorgung, ansonsten geht das Licht aus. Man muss dabei insbesondere an den soeben festgestellten Sanierungsstau bei den Museen von 800 Mio. € und im Bereich der Gebäudewirtschaft von 600 Mio. € erinnern. Der Gestaltungsmehrheit ist das anscheinend gleichgültig, Hauptsache da steht ein weiterer Leuchtturm, auch wenn er nicht leuchtet.
Neues vom Rheinboulevard
Die rechtsrheinische archäologische Zone heißt künftig historischer Park und erhält ein recht großes Areal. Das ist das Gelände vom Rhein bis an die Hauptstrasse. Dabei gibt es große Probleme wegen möglicher Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg. Rechtlich muss bei Verdacht eine Kampfmittelfreiheit bescheinigt werden. Und die gibt es derzeit nicht. Des weiteren mussten aufgrund von umfangreichen Hindernissen die Arbeiten zur Sondierung abgebrochen werden. So fand man nicht bekannte Basaltblöcke. Unglaublich aber wahr. Übliche Verfahren wie Rammen und Bohren verbieten sich somit. So musste nun die komplette, fast fertige Ausschreibung gestoppt werden. Somit sind die Kosten aufgrund unzureichender Untersuchungen in den Wind zu schreiben. Und wieder sprechen wir in Köln von einer dramatischen Kosten- und Terminüberschreitung. Man geht auch künftig nicht mehr von einer Tief- sondern Flachgründung aus. Zeitverlust schlappe 1 1/2 bis 2 Jahre durch die nun komplette Umplanung. Die Mehrheiten im Rat scheinen beim Rheinboulevard zur grossen Lösung mit ca. 25 Mio. € zu stehen (SPD, Grüne, CDU und FDP). Somit dürfte der LVR in der Zwischenzeit von 2 Jahren nunmehr auch auf einer Renaturierung bestehen, soll heißen, dass die hohen, unübersehbaren Erdhügel abgetragen werden, Container dem Gesamtpanorama angepasst werden und damit die Örtlichkeiten vor dem LVR wieder in einen "vertretbaren" Zustand versetzt werden.

Wenn’s nicht mehr rund geht......Kreisverkehre sind dann eine gute Sache, wenn sie übersichtlich oder ausreichend groß sind. Es scheint dem Rat und der Verwaltung hier aber ausschließlich um die Durchsetzung ihres Konzeptes zu gehen. Wer sich beispielsweise die Argumentation der Verwaltung näher anschaut, stellt am Beispiel des geplanten Turbokreisels der Kreuzung mit hohem Gefährdungspotential Roonstrasse/Lindenstrasse fest, dass sich das Unfallrisiko für Fußgänger und Radfahrer weiter erhöhen wird. Hier ist ein Schulkolleg angesiedelt und ein permanenter Radfahrerverkehr zur Uni, die den Verkehrsfluß in den Morgenstunden sehr belasten werden.
Wir müssen leider draussen bleiben!Die Geheimniskrämerei um Gutachten zur Sanierung des IWZ der FH Deutz hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Als OB Jürgen Roters sein Versprechen aus der Ratssitzung vom 29. Mai einlösen wollte, den Ratsmitgliedern das neueste Gutachten zur Sanierung des IWZ der FH zukommen zu lassen, blitze er beim BLB in Düsseldorf ab. Das Gutachten sei ein internes Arbeitspapier des BLB bzw. der bearbeitenden Ministerien und könne dem Rat der Stadt Köln nicht zugänglich gemacht werden. Der Kölner SPD-Landtagsabgeordnete Jochen Ott , dürfte die Inhalte des Gutachtens schon kennen. Klaus Hoffmann, Ratsherr der Freien Wähler Köln: „ Offensichtlich hat Rot-Grün in Düsseldorf kein Interesse an Transparenz. Skandalös ist es, dass die Landesregierung den Rat der Stadt Köln, der für die Baumaßnahmen schließlich Planungsrecht herstellen muss, nicht von Anfang an vollumfänglich informiert und in die Planungen einbezieht.“ Martin Klein, Vorsitzender der Freien Wähler Köln ergänzt: „ Auf keinen Fall darf die Entscheidung über die Sanierungsvariante noch vor der Sommerpause durch das Landesparlament gepeitscht werden, da dies dem Rat der Stadt unmöglich machen würde, sich an dem Entscheidungsprozess zu beteiligen.“ Die Freien Wähler Köln bringen darum gemeinsam mit Deine Freunde und Die Linke einen Antrag für die kommende Ratssitzung ein, in der der Rat die Landesregierung auffordert, eine gemeinsame Studiengruppe von Stadt und Land einzusetzen, die alle Aspekte der FH Sanierung bearbeitet. (Martin Klein) Archäologische Zone – und woher kommt das Geld ?Noch vor wenigen Wochen wurde der Bericht des Projektverantwortlichen für die archäologischen Zone von der Verwaltung zurückgepfiffen, als er den Mitgliedern des Ausschusses für Kunst und Kultur zum Projektfortschritt und zur Kostenentwicklung Rede und Antwort stehen sollte. Und nun die Megavariante ohne seriöse Finanzierung. Aber vielleicht hat die Gestaltungsmehrheit im Rat einen Euro-spuckenden Goldesel. Aber Drei x Null ist immer noch Null. Nachdem die Verwaltung feststellen musste, dass ihre Planungen und insbesondere deren Kostenschätzung vollkommen danebenliegen, wäre eine qualifizierte, controllingbegleitete, neue Planungsgrundlage von Nöten. Das sollte auch für die astronomisch angesetzten Betriebskosten gelten.
Am Brüsseler Platz ist es vorbei mit lustigDas sogenannte „Maßnahmenpaket Brüsseler Platz“ ist entschieden. Große Teile der Anwohnerschaft waren über die Vorschläge des Mediators, der Akzeptanz durch die Bezirksvertretung Innenstadt und deren vollständiger Übernahme durch den Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen (AVR) der Stadt Köln erst überrascht, dann höchst verärgert, weil sie weder in die Beratungen eingebunden noch informiert worden waren, dass nun eine 3-fach vergrößerte Aussengastronomie zum Tragen kommt. Diverse Gespräche zwischen der Verwaltung, dem von ihr beauftragten Mediator Dr. Wiener und den am Platz ansässigen Wirten hatten eher konspirativen Charakter. Inzwischen ist die großräumige Aussengastronomie Realität. Auch eine gGmbH der Kirchengemeinde am Brüsseler Platz tritt als Kneipier auf.
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